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Daniel Rempe, 41 Methoden zum Bibellesen mit Gruppen

Daniel Rempe, 41 Methoden zum Bibellesen mit Gruppen. Ein Ideenbuch für Mitarbeitende zur Initiative "Liest du mich?", 84 S., 4,99 Euro

Ein Werkzeugkasten zum Bibellesen (S. 6), ein Ideenbuch (S. 7), ein Muss für alle Mitarbeiter in der Jugendarbeit und nicht nur für die (S. 6), will das kleine (Format DIN-A6), 82 Seiten starke Büchlein „Liest Du mich? - Gott zum Nachlesen“ sein.

41 Methoden zum Bibellesen mit Gruppen hat Daniel Rempe hier herausgegeben. Ein Praxisbuch, das aus der Initiative „Liest Du mich?“ entstanden ist, mit der der Christliche Verein junger Menschen seit 2010 zu „neuen Erfahrungen mit dem Grunddokument unseres Glaubens“ (S. 5) einlädt. (Weitere Informationen unter: www.liest-du-mich.de und im Vorwort von Dr. Roland Werner). Alle im Büchlein ausgeführten Ideen sind demnach erprobt und vom Projektteam der Initiative für so gut befunden, dass sie sich hier wiederfinden.

Erfahrenen Mitarbeiterinnen in der Jugendarbeit wird manches, vielleicht vieles bereits bekannt sein: Wir finden z. B. gute alte Bibellesemethoden wie „Bibel teilen“, oder „POZEK“ wieder. Auch sind nicht alle aufgeführten Methoden so kreativ und lebendig wie man sich das wünscht, sondern erinnern eher an den Konfirmandenunterricht von anno dazumal: Methode Nr. 4 ist zum Beispiel einfach „Auswendiglernen“, oder Nr. 11 einen „Bibeltext abschreiben“. Und doch sind viele Bibellesemethoden dabei, die Lust machen, die Bibel noch mal mit ihnen zu lesen und neu zu entdecken: „Gott im Schuhkarton“ zum Beispiel, die Blob-Methode (vgl. bit.ly/blob-bibel ), oder das SMS-Bibellesen. Und wenn schon vieles nicht neu ist, tut es doch gut, durch das Büchlein wieder neu an „alte“ Methoden erinnert zu werden und es als Einladung zu neuem Ausprobieren an und mit der Bibel zu nehmen.

Zur besseren Orientierung arbeitet das Buch mit Symbolen, die einleitend erklärt werden: Unterteilt in Material, Zeitaufwand, Gruppengröße und Alter der potentiellen Bibelleser/innen kann dann direkt bei den Methoden für einen speziellen Anlass oder eine besondere Gruppe gesucht und ausgewählt werden. Die einzelnen Methoden sind dann, alphabetisch geordnet, auf jeweils einer Seite kurz und einfach dargelegt. Einleitend werden die nötigen Vorbereitungen beschreiben, dann in aufeinanderfolgenden Schritten die Durchführung dargelegt. Schön: Viele Methoden sind anschließend mit persönlichen Kommentaren einzelner Mitglieder  des Projektteams versehen. Die sind eine gute Ergänzung und Entscheidungshilfe, weil sie meist die Vorteile der jeweiligen Methode herausstellen oder auf die Nachteile hinweisen. Da merkt man die Praxis!

Heimliches Highlight sind die den Methoden ab Seite 65 nachgestellten 10 Themenbereiche: Hier sind Themenreihen zusammengestellt, die, „für die Jugendlichen relevant und spannend sind (S. 7)“. Da geht es unter anderem um Heldinnen und Helden der Bibel, um Fair Play oder um Krimis aus dem Buch der Bücher. Wer regelmäßige Bibelarbeiten zu konzipieren hat, findet hier eine gute Hilfe in der Auswahl der Bibelstellen. Sie sind aber sich auch gut nutzbar zur Vorbereitung eines Konfigottesdienstes oder zur Gestaltung von Konfitagen.

Ergänzt wird das Ganze im Anhang noch durch einige kleinere Artikel zu den Themen Gebet, Bibellesen, Bibelübersetzungen und einen kurzen historischen Abriss über die Bibel.

Fazit: auch wenn nicht alles neu und überraschend ist, bekommt man mit „Liest Du mich?“ ein Praxisbuch, das über weite Strecken Lust zum Bibellesen mit Jugendlichen macht und den Leser/innen gute Ideen an die Hand gibt, um die Bibel kreativ und mit Freude in die Jugendgruppe einzubringen. Wer ein Nachschlagewerk sucht, in dem die gängigsten und beliebtesten Bibellesemethoden aufgeführt sind und dazu noch die ein oder andere kreative Neuentdeckung machen will, für den sind die fünf Euro, die das Büchlein kostet, gut investiertes Geld.

Besonders sinnvoll ist die Anschaffung sicher für Neulinge in der Kinder- und Jugendarbeit und Menschen, die sich bisher nur wenig mit der Bibel und dem Bibellesen beschäftigt haben. „Liest Du mich“ bietet einen guten Überblick über die Möglichkeiten des Bibellesens, ist eine Fundgruppe zum selber Ausprobieren und lädt zum Nachmachen und Mitmachen ein. Zu dem Preis kann für jeden Einsteiger guten Gewissens ein persönliches Exemplar besorgt werden. Für alle anderen ist es eine gute Arbeitshilfe aber kein Muss.

Pfarrerin Dorothee Meißner

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