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Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend

Thomas Ebinger, Damaris Knapp, Andreas Lorenz, Frank Widmann Hg.), Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend, Gütersloher Verlag, Gütersloh 2015, 52 Seiten,  17,99 Euro

Herausgegeben im Auftrag des Pädagogisch-Theologischen Zentrums Stuttgart und des Württembergischen Evangelischen Landesverbands für Kindergottesdienst e.V., illustriert von Friederike Rave

Unser Kinderkirch-Team griff neugierig zum neuen Liederbuch für die Jugend. Endlich gäbe es damit keinen Streit mehr über die Ausgaben des alten, die entweder bunt oder grau gedruckte Seitenzahlen enthielten – das war mir noch nie aufgefallen. Das Team war entzückt über das Cover mit den bunten Notenperlen, ich war entzückt darüber, dass mit den Illustrationen von Friederike Rave ein kleines zeichnerisches Gestaltungselement geblieben ist.

Nach 22 Auflagen des gelben Liederbuchs für die Jugend ist Ende September 2015 das neue türkisfarbene im Gütersloher Verlag erschienen. Über hundert neue Lieder haben die Herausgeber Thomas Ebinger, Damaris Knapp und Andreas Lorenz aus dem PTZ sowie Frank Widmann vom Verband für Kindergottesdienst darin aufgenommen. Ein Überblick über die enthaltenen Lieder findet sich auf der homepage von Konfi 3 in Baden und Württemberg konfi3.de, die gängigen Konfi 3-Lieder sind berücksichtigt, Taufe und Abendmahl als klassische Konfi 3-Themen nehmen einen bedeutenderen Platz ein als bisher.

Der Test im Team ergab, dass die meisten ersehnten Lieder (Gott mag Kinder! Du bist du! Eine Handvoll Erde!) drin enthalten sind. Die bewährte Mischung zwischen traditionellen und modernen, anspruchsvollen und einfachen Liedern wurde auch mit dem neuen Liederbuch für die Jugend gekonnt fortgeführt. Da in unserem Team kaum jemand ein Begleitinstrument spielt, freuen wir uns auf die angekündigten CDs zum Lernen und zum Mitsingen (Playback) der neuen Lieder.

Das Liederbuch folgt im Aufbau wie gehabt dem Evangelischen Gesangbuch. Im Format etwas breiter und höher als das alte, dabei aber schmaler, liegt es noch gut in der Hand. Die Schrifttype ist größer, serifenlos gewählt und gut lesbar. Einziger Minuspunkt: Die Bilder aus der Kunst, die sich auf den Zwischenseiten finden, werden auf einem türkisfarbenen Hintergrund präsentiert, der nicht sehr komfortabel für die Augen ist.

Der zweite Teil mit Psalmen und Gebeten ist auf 90 Seiten angewachsen. Dabei wurde auf die Lerntexte verzichtet – der Gewinn sind praxisnahe und sensible Anregungen für das Beten und die Liturgie. Den Hula-Hoop-Reifen, der mit Bändern versehen über jedes Kind gehalten und mit einem Segensspruch auf den Boden geführt wird, haben wir schon erprobt. Von diesem Segensfluss nahm sich jedes Kind gerne ein Band mit.

Zusammenfassend gilt: Mit der Neubearbeitung liegt ein Liederbuch vor, das erstaunlich vielseitiges neues Liedgut für Kinder integriert und den Brückenschlag zum Evangelischen Gesangbuch beibehält. Tatsächlich ein Klassiker, der zukunftsfähig wurde.

Cornelia Krause

Rüdiger Gilsdorf, Günter Kistner, Kooperative Abenteuerspiele 1-3. Eine Praxishilfe für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, Friedrich Verlag (Kallmeyer/ Klett), 200 S. / 208 S. / 232 S., jeweils 19,95 Euro

Für Jugendreferent/innen sind diese drei Bände ein altbewährter Klassiker, in der Konfirmandenarbeit darf gern vieles davon ankommen: Je Band werden 135-145 Spiele beschrieben, die auf dem Hintergrund der Erlebnispädagogik entstanden sind oder dort Verbreitung fanden. Da finden sich bekannte Methoden wie der Vertrauensfall in die Arme der Gruppe oder der Bau einer Leonardo-Brücke.

Viele Spiele gehören in Wald und Gelände und eigenen sich damit perfekt für Konfi -Camps und -Freizeiten. Viele sind aber genauso gut auch im Raum machbar und wollen nicht so recht unter die Überschrift „Abenteuerspiel“ passen.

Sehr hilfreich sind die jeder Methode beigegebenen Skizzen, die das Verständnis wesentlich erleichtern. Alle drei Bände enthalten eine gute fachliche Einleitung, die Spiele sind dann in die acht Kapitel Kennenlernen, Warming up, Wahrnehmung, Vertrauen, Kooperation, Abenteuer, Abenteueraktion und Reflexion gegliedert, so dass man schnell eine bestimmte Art von Spiel findet. Bei der Vielzahl der beschriebenen Spiele hätte man sich noch ein detaillierteres Register im Buch gewünscht, am besten sogar über alle drei Bände.

Trotzdem: Ausgehend von der Qualität der Spiele und der Beschreibungen, fi ndet man kaum etwas Besseres und hat schon mit einem Band mehr neue Ideen als man in einem Konfi -Jahr umsetzen kann.

Thomas Ebinger

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