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Martin Burger, Vassili Konstantinidis: Film + Verkündigung

Martin Burger, Vassili Konstantinidis (Hg.): Film + Verkündigung. Filme als Brücke zwischen Glaube und Themen junger Menschen. Buch + musik, Stuttgart 2014, 226 Seiten, 19,95 € 

Die Idee: kommerzielle Spielfilme bieten immer wieder thematische Ansätze, um Fragen des Glaubens, der Religion, der persönlichen Betroffenheit zu behandeln. Dazu bietet das Buch eine Fülle von Anregungen unterschiedlichster Art zu 58 Filmen vor allem aus dem neuen Jahrtausend, von denen viele den Lesern und einige den Jugendlichen bekannt sein dürften. 

Nach einem ausgezeichneten Überblicksaufsatz zum Thema „Religion im Film“, der deutlich macht, dass das Medium gar nicht ohne religiöse Thematiken auskommen kann, folgen nach der gewählten inhaltlichen Form gegliederte Abschnitte zu Andachten, Gottesdiensten, Predigten, Arbeit mit Gruppen sowie knapp gehaltene „Filmperspektiven“ mit Anregungen zu weiteren Filmen, in denen die gewählten Filmausschnitte mit den dazu passenden weiterführenden Ideen präsentiert werden.

Beim Durchblättern und Hineinschmökern begeistert die große Anzahl der behandelten Filme und Themen – und macht Lust, sowohl die einen (wieder) zu sehen, als die Andachten/Gottesdienste in der eigenen Arbeit „auszuprobieren“ respektive die Ideen für Gruppenarbeiten umzusetzen. Daneben stärkt es den Wunsch, eigene Themen bei den persönlichen Lieblingsfilmen zu entwickeln. 

Ein zweiter Untertitel des Titels lautet „Entwürfe für die Jugendarbeit“ - womit allerdings auch angedeutet wird, dass das Buch für den Konfirmandenunterricht in den meisten Fällen als Anregung, als Steinbruch, als Vorlage genommen werden kann. Er eignet sich weiterhin als thematische Fundgrube an Einstiegs-, Weiterarbeits- und Vertiefungsmöglichkeiten zu Themen wie „Gott“ (Bruce allmächtig, Life of Pi), „Lebensentwürfe/Zukunft“ (Rapunzel – neu verföhnt, Cloud Atlas) oder „Gemeinschaft“ (Erbsen auf halb 6, Invictus). Eins-zu-eins übernehmen lassen sich nur einige der Kapitel; die am häufigsten gewählte Form der Themenbehandlung (als Andacht oder Gottesdienst) konzentriert sich doch stark auf den „lehrenden“ Anteil und lässt die direkte Erfahrungswelt der Jugendlichen, ihr „Mitgebrachtes“, zurücktreten. 

Gleichwohl können die Entwürfe ein Startpunkt sein für die Planung der eigenen Stunden: Warum nicht das jeweilige Thema stets mit einem passenden Filmausschnitt und kurzen Gedanken dazu beginnen – das Buch hat da viele gute Ideen. Warum nicht als Abschluss einer größeren Einheit einen passenden Gottesdienst mit Filmszenen gestalten – schöne Beispiele gibt es hier zuhauf. 

Schließlich: Das Problem vieler Veröffentlichungen, deren Ausgangspunkt „aktuelle“ (pop)kulturelle Erzeugnisse sind: ebendiese Aktualität, die oftmals schon kurz nach Erscheinen eine „von gestern“ ist, wird hier abgemildert durch die Vielzahl der angebotenen Ideen. 

Kurzum: „Film + Verkündigung“ ist ein Sammelband verschiedenster Ideen, der Lust macht, ihn nach spannenden Elementen für die eigene Arbeit zu durchforsten und weiterzuentwickeln. 

Daniel Maier

 

 

 

 

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