KontaktImpressumAGB
anknuepfen

Martin Wolters / Thomas Ebinger (Hrsg.): Bibelclouds für Konfis

Martin Wolters / Thomas Ebinger (Hrsg.): Bibelclouds für Konfis, Patmos 2015.  144 Seiten, 14,99 Euro 

Bunt und fröhlich sehen sie aus – die Bibelclouds. Bibelclouds, das sind sog. Wortwolken und damit eine grafische Zusammenstellung von wichtigen Begriffen, die in einem bestimmten Buch der Bibel vorkommen. Je nach Häufigkeit sind diese Worte mal größer mal kleiner gedruckt, das ganze ansprechend in Farbe gesetzt. Umfangreiche Bücher haben viele Wörter, kleinere kommen auch kleiner daher in ihrer Aufmachung.  

Solche Wortwolken kursieren seit über 10 Jahren im Netz und in Publikationen (wie man im informativen Nachwort erfährt, in dem ebenso auch Infos über die Entstehung zu finden sind – und natürlich auch der Hinweis, wie man selbst solche Wortwolken kreieren kann). Nach einer Variante für Erwachsene ist mit diesem Buch durch Martin Wolters und Thomas Ebinger eine Version für Jugendliche erschienen. Schaut man die Minibiografien des Autorenteams an, wird schnell klar, woher dieses inspirierende Buch seine Qualität her hat: aus technisch durchdachter „Spielerei“ auf hohem Niveau – in Kombination mit theologischem Wissen, das in jugendgerechter Sprache daherkommt. Die erklärenden Texte lesen sich gut, verständlich, ansprechend und machen Lust auf mehr. Ein Bibelwort ist jeweils mit angefügt zum Mutmachen, ein Verweis auf eine längere Bibelstelle zum Nachschlagen im Original sowie ein Testimonial eines Konfirmanden oder einer Konfirmandin. 

Was sich bei der Lektüre nicht erschlossen hat, ist die Tatsache, dass bei ganz wenig Ausnahmen die Wörter schräg hin- und hergehen, während sie sonst fast schon geometrisch streng nur senkrecht und waagrecht angeordnet sind. Warum diese Ausnahmen? Oder soll das erst Recht die Spannung und Motivation wecken, nachzulesen, woher die Worte stammen?  

Das Buch ist allen Jugendlichen und allen denen zu empfehlen, die mit Jugendlichen und mit der Bibel arbeiten, egal ob in Konfirmandenarbeit, Schule oder sonstigem (gemeindlichen) Kontext. Als Einstieg dienen sie auf jeden Fall, sie bieten aber mehr noch auch Hinweise auf tiefer gehende Fragen nach dem Inhalt der einzelnen Bücher und nach Gottes Wort(en) insgesamt. Die Begriffe bieten einen schnellen Überblick, den auch text- und lesefaule Jugendliche in kurzer Zeit erfassen können und so ein Gespür davon bekommen, um was es geht bzw. worauf ein Schwerpunkt eines biblischen Buches liegen könnte. Diese Methode der Wortwolken ist nicht nur etwas für Ästheten oder Technikfreaks, sondern bietet eben auch Theologie – z.B. wenn einem auffällt, dass das Wort „Herr“ in fast allen alttestamentlichen Büchern das größte Wort ist. Ein Buch mit Spaß und Freude und Inhalt.

Christina Krause  

KontaktImpressumAGB