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Stephan Sigg, Nächtelang und Meilenweit

Stephan Sigg, Nächtelang und Meilenweit. Was Freundschaft ausmacht, Tyrolia Verlag, Innsbruck 2016, 128 S., 12,95 €

In dem Buch „Nächtelang und Meilenweit“ wendet sich der Autor Stephan Sigg an junge Menschen, die auf der Suche nach einer gelingenden Freundschaft sind. In acht Kapiteln beleuchtet er verschiedene Aspekte, die zu jeder Freundschaft dazugehören, wie Freunde finden oder Umgang mit Streit. Die einzelnen Kapitel sind immer gleich aufgebaut, beginnend mit einer Betrachtung des jeweiligen Aspektes und Überlegungen zum Umgang mit diesem. Abschließend folgen praktische Ratschläge für eine gelingende Umsetzung. Jedes Kapitel schließt mit meditativen Gedanken zum jeweiligen Thema ab, die dabei immer wieder auch den Charakter von Gebeten haben.

In Kapitel 7 geht das Buch auch auf das Thema Freundschaft mit Ausländern ein, wodurch es vor dem Hintergrund der Flüchtlingsthematik einen interessanten Denkanstoß bietet.

Das Buch eignet sich vor allem für junge Menschen, die sich intensiv mit dem Thema Freundschaft beschäftigen. Die durchweg bunte Gestaltung mit ansprechenden Fotos, jugendgerechter Sprache und spielerischem Umgang mit der Schrift bietet für Jugendliche, die sonst nur selten ein Buch zur Hand nehmen, einen Leseanreiz. Der Band eignet sich auch zum Verschenken oder für die Lektüre in der Jugendgruppe, da jedes Kapitel in etwa 20 Minuten gelesen werden kann. Für den Einsatz im Konfirmandenunterricht sprengt er aufgrund seines Umfangs den Rahmen. Sollte das Thema Freundschaft dort bearbeitet werden, kann man dieses Buch zur Vertiefung und zum selbstständigen Weiterarbeiten empfehlen. Auch bei der Seelsorge kann es für junge Menschen, die mit dem Aufbau tragfähiger Beziehungen Probleme haben, eine wertvolle Hilfe sein.

Für Erwachsene ist das Buch weniger geeignet, da der Inhalt auf die Lebenssituation von jungen Menschen in der Pubertät beschränkt bleibt. Das Buch bleibt überwiegend auf der Beziehungsebene von Jugendlichen, erst am Ende kommt es auch zu einem Gottesbezug, der aber etwas oberflächlich bleibt und keinerlei direkte biblische Bezüge herstellt. Dies kann für Menschen mit Berührungsängsten gegenüber dem Glauben einen sehr niederschwelligen Zugang zu der Dimension Gott öffnen, doch für Menschen, die einen festen Gottesbezug haben und diesen auch gerade im Zusammenhang mit der Konfirmation suchen, bleibt es zu wenig konkret.

Julian Albrecht

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