Impulse für die Konfi-Arbeit

Ein Plädoyer

Die Konfi-Zeit als Segensraum

Von Dietmar Winter

1. Ein Blick in die Tradition – Segen und Konfirmation

„Ich habe mich zur Konfi-Zeit angemeldet, um bei der Konfirmation den Segen zu empfangen.“ So fragte 2012/13 die bundeweite Konfirmandenstudie die Konfis. 52% stimmten zu Beginn ihrer Konfi-Zeit zu, kurz vor ihrer Konfirmation sogar 74%.[1] Dem Segen ist viel zuzutrauen. Jedenfalls ist der Segen an der Konfirmation für zahlreiche Jugendliche ein wichtiges Motiv, sich für die Konfi-Zeit anzumelden.

Konfirmation geht nicht ohne Segen. Er gehört wesentlich dazu. Gottesdienste ohne Segen zu beenden, ist unvorstellbar. Wie ein Fels im Strom der Zeit steht er fest in unseren Liturgien und weist uns auf Schwellensituationen hin: Was bisher geschah ist vergegenwärtigt, nun richtet sich der Blick in die Zukunft. Denn nach einem Gottesdienst geht es wieder hinaus in die Räume des Alltags, in denen man sein Leben individuell ausgestaltet. Zuvor wurde gemeinschaftlich gebetet, gesungen und gehört. Im Jugendalter wurde auf die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer, auf die Pfarrerin oder den Pfarrer gehört, sie haben einen bis hier hin befähigt. Nun steht den Jugendlichen langsam immer mehr die Welt offen. Das ist der Moment, gesegnet zu werden: die Konfirmation. Ihre Zukunft ist ein unbeschriebenes Blatt. Die Konfirmierten haben selbst den Stift in der Hand. Es mögen segensreiche Zeiten auf sie warten. Aber war die Konfi-Zeit auch segensreich?  Wie lässt sich Segen überhaupt fassen und beschreiben?

2. Grundlegendes

2.1 Was ist Segen?

Segen ist Gottes Schutz vor lebenszerstörenden Kräften. Im Segen zeigt sich Gottes Handeln, das alles Lebendige stärken will und stärker als der Tod ist. Deshalb drückt sich Gottes Segen auch in Gütern aus, die Leben erhalten und fördern. Gott nutzt für seinen Segen auch Mitmenschen. Sie bereichern unser Leben. Segen kann auch das Entstehen von Ideen und Gedanken in unseren Köpfen und Herzen sein und das Verstanden-Haben der Ideen anderer. Segen ist das selbsttätige Wachsen und Reifen der Natur sowie unserer körperlichen Verfasstheit. Segen umfasst die Einsicht, sein Leben nicht selbst in der Hand zu haben, sondern alles von Gott zu empfangen. Alles ist Geschenk, alles ist Gnade. Durch den Segen zeigt sich die grundlegende menschliche Verfasstheit: Wir sind bezogen auf Gott und Teil seiner Schöpfung, wir sind seine Geschöpfe. Dies in einem stillen Moment im Geiste erschlossen zu bekommen, ist selbst ein Segen. Die Dankbarkeit kann in ein Dankgebet übergehen, das schließlich erst die verborgenen Segensschätze birgt, indem es diese ausspricht. So wird Segen immer erst im Rückblick verstanden, in der Gegenwart genossen und für die Zukunft erhofft.

2.2 Was ist Gesegnet-Werden?

Gesegnet-Werden ist ein präsentischer Raum-Zeit-Moment von Passivität. Man kann sich nicht selbst segnen und ist daher bei der Segenshandlung immer in Gemeinschaft. Weil man sich auf den Segen einlässt und gesegnet werden will, erwartet man von Gott eine bevorstehende segensreiche Zeit. Sie wird einem zugesprochen. Die Gestik des Segnenden unterstreicht den Moment der Passivität für den Gesegnet-Werdenden: Du wirst beschenkt, du bist Empfangender. Die Gestik verstärkt das Aus- und Zugesprochene, auch wenn sie nicht immer in einer körperlichen Berührung besteht. Hier wird lebensfördernde Kraft übertragen. Gestik und Sprechakt sind eingebettet in einem Glaubensgeschehen. Die Gestik und das Ausgesprochene wiederspiegeln die Gewissheit, die in der glaubenden Erwartungshaltung des Segnenden und Gesegnet-Werdenden liegt. Weil wir Gott vertrauen, erwarten wir von ihm alles Lebensfördernde.

2.3 Was ist Segnen?

Segnen ist die präsentische Aktion jemanden in diesen Raum-Zeit-Moment zu stellen. Wer segnet, schöpft aus seinem Glauben, aber auch aus der Glaubenstradition von überlieferten Segensgesten, -worten und -momenten. Der Akt der Performanz beim Segnen ist pastorales Können und Handwerk. Der ganze Körper wird beim Segnen in den Dienst genommen. Segnen ist nicht nur Akt in Liturgie, sondern auch Akt in der Seelsorge oder im unterrichtlichen Geschehen. Segnen ist per se kein Akt, der ausschließlich von ordinierten Mitarbeitenden der Kirche vollzogen werden dürfte.

3. Segen in der Konfi-Zeit – die Ausgangslage

Der Moment ist da. Sie knieen sich zu zweit auf die Kniebank. Die Pfarrerin spricht: „Nimm hin den Heiligen Geist, Schutz und Schirm usw. … Amen!“ Sie erhalten ihre Urkunden und setzen sich wieder. Das wars. Aber was war das? Und wozu? Und warum gerade so? Wie bereiten wir unsere Konfis auf ihr Gesegnet-Werden vor? Und wie verstehen sie ihr Gesegnet-Werden selbst?

Die Segensworte am Ende eines Gottesdienstes sind gesprochen. „Warum hat sie eigentlich so komisch die Hände hochgehoben?“, fragt die kleine Schwester. „Nach dem Konfi-Unterricht machen wir das nicht so, da stehen wir im Kreis und legen eine Hand auf die Schulter beim Nachbarn und halten die andere in die Mitte.“

Haben diese drei Segensrituale etwas gemeinsam? Was wird eine Konfirmandin oder ein Konfirmand dazu sagen können? Welche Kollegin, welcher Kollege hat während der Konfi-Zeit Segen und Segnen zum Thema werden lassen? [2] Seltsam, wo doch der Segen an der Konfirmation im Mittelpunkt steht. Eine Schräglage, die zu diesem anknüpfen-Heft führte. Wir sind im Redaktionskreis zu der Überzeugung gekommen, dass Segen in der Konfi-Zeit mehr ist als der Segen an der Konfirmation. Den Segen auf die ganze Konfi-Zeit zu beziehen, bedeutet sie als herausgestellte Kasualien-Zeit zu verstehen, die ihr eine bestimmte spirituelle Note hinzufügt. Und deshalb sollte Segen auch ein feststehender Konfi-Inhalt sein. So sind diese Zeilen ein Plädoyer, die Konfi-Zeit als Segensraum[3] aufzufassen und Segen mit Konfis zu thematisieren. Aber warum?

4. Plädoyer: Konfi-Zeit als „Segensraum“

Dieses Plädoyer ist aufgefächert in drei Dimensionen. Das liegt am Segen selbst, da er auf das Beziehungsgeschehen zwischen Gott, Mensch und dessen Mitmenschen verweist. Aber auch die Verantwortlichen der Konfi-Studien operieren mit diesen drei Dimensionen in Bezug auf die Auswahl von Konfi-Themen.[4] Innerhalb dieser Dimensionen sind didaktische Überlegungen mit eingewoben.

4.1 Theologisch-anthropologisch-dogmatische Dimension:

  • Der Urheber von Segen ist Gott selbst. Aus seiner Macht heraus empfängt man Segen. Thematisiert man „Gott“ als derjenige der Segen gewährt, kann sich bei den Konfis ein Gottesbild entwickeln, das Selbst- und Gottesverständnis verbindet. „Wo hat Gott bereits in meinem Leben Segensspuren hinterlassen?“ Lässt man Konfis mit diesem Deutungsangebot auf ihr bisheriges Leben blicken, [5] könnte ihnen gewahr werden, dass sie auf Gott bezogen sind. Gottes Beziehung zu ihnen kann dann konkret benennbar und durch eventuellen Dank gepflegt werden. Das entspricht dem biblischen Gebrauch von „Segen“ (gr. = „eulogia“, hebr. = „barak“): „Der Segen ist die „Gut-Sagung“ Gottes über dem Menschen und den Schöpfungsgaben, aber zugleich auch der Lobpreis des Menschen für Gottes Handeln.“[6] In der Konfi-Arbeit wird Gott vor allem über den ersten Artikel des Glaubensbekenntnisses verhandelt: Gott der Schöpfer. Es wird nach dem Anfang der Welt gefragt. Die Evolutions- und eine elementarisierte Wissenschaftstheorie sind mit auf dem Tisch. Das ist zwar wichtig, aber bleibt oft abstrakt und ohne konkrete Bezüge zu den Lebenswelten der Jugendlichen. „Was hat der Schöpfer mit mir zu tun?“, könnte ein Konfi fragen. Thematisiert man Gott als Segnenden ist er als Erhalter der Schöpfung im Blick. Sein Segenshandeln hat konkreten Bezug zum Leben der Konfis.
  • Gottes Segen kann ausbleiben, oder auf sich warten lassen. Menschen erleben oftmals Widriges, als ob sie statt gesegnet verflucht worden seien.[7] Wer Segen thematisiert, kann das nicht ausblenden. Die Ambivalenzen des Lebens werden von Konfis nicht mehr ausgeblendet, wie zuvor im Kindesalter, sondern sie werden zu Anfechtungen. Die Konfi-Zeit bietet die Möglichkeit ihre Anfechtungen in ihre Gottesbeziehung einzubinden. Konfis darf durchaus klar werden, dass sie Gott anklagen dürfen, weil er sich auch verbirgt. Auswirkungen von Segen bleiben für uns unverfügbar. In Gottes Handeln haben wir keine Einsicht. Segensformeln stehen daher im Jussiv und werden im Vertrauen auf Gottes Güte gesprochen. Eine präsentische Ausformulierung verbietet sich theologisch, da wir ohnmächtig sind, Gott etwas vorzuschreiben.

4.2 Kirchlich-liturgische, spirituelle Dimension:

  • Der Kommunikator von Segen ist – in liturgischen Settings – eine ordinierte Mitarbeiterin oder ein ordinierter Mitarbeiter der Kirche. Sie oder er segnet. Wer Segen thematisiert, thematisiert daher auch das gottesdienstliche Handeln, z.B. am Ende eines Gottesdienstes, [8] aber auch anlässlich von Übergangssituationen. Segen hat Signalwirkung, da er zugesprochen wird, wenn biografisch Einschneidendes geschieht.

Konfis können den Segen als roten Faden in Biografien wahrnehmen. In ihrem sozialen Gefüge von Stadt und Dorf, Familie und Freundschaften bilden diese vielen Segensfäden – weiter im Bild gesprochen – womöglich ein stabileres Gewebe als wir selbst uns das manchmal eingestehen wollen. Die Kasualien sind das liturgische Angebot der Volkskirche, um dem Segenshandeln Gottes Ausdruck zu verleihen und auch Christinnen und Christen miteinander unter Gottes zugesprochenem Handeln zu verbinden.

  • Zu segnen ist keinesfalls Vorrecht von ordinierten Amtsträgerinnen oder Amtsträgern. Allein, wer erklärt dies unseren Kirchenmitgliedern, wenn nicht wir? Beten im Alltag ist selbstverständliche Praxis aller Christinnen und Christen, aber Segnen? „Die religionspädagogische Vermittlung von Kenntnis über den Segen bleibt noch weitgehend ein Desiderat. Obwohl der Segen eine elementare Form der Religionsausübung ist wie das Gebet, lernen Kinder im Unterricht wie Christen beten, kaum aber zu segnen.“[9] Diese Schräglage wird dem Segen und dem Segnen nicht gerecht. In unserer gemeindepädagogischen Arbeit und in unserer Konfi-Arbeit im speziellen sollten wir Anleitende, Ermutigende und Hineinführende zu einer spirituellen Praxis des Segnens im Alltag sein. Auch Konfis können segnen. Und das nicht nur am Ende eines Konfi-Nachmittages, wenn sie eingeladen sind, einander Segensworte zuzusprechen.
  • Segnen hat keinen Platz in individuell ausgestalteter Spiritualität, wie einer „stillen Zeit“. Segnen kann man nur in Gemeinschaft, denn Segen „setzt […] die Anwesenheit des Gesegneten voraus.“[10] Daher ist der Segen und das Segnen zur spirituellen Gestaltung innerhalb der Konfi-Gruppe prädestiniert, ja geradezu hervorragend dafür geeignet.[11] Die Konfi-Zeit wird konkret dann zum „Segensraum“, wenn Konfis sich einander als Segen wahrnehmen und Dankbarkeit dafür entwickeln können, wenn sie sich gegenseitig segnen oder sie gesegnet werden wollen anlässlich ihrer je eigenen Herausforderungen im Alltag, wie z.B. Prüfungen.[12]
  • Versteht man die Konfi-Zeit als Segensraum, nimmt man darin enthaltene Schwellensituationen bewusster wahr. Allein diese zu erkennen, kommunikativ herbeizuführen und zu vollziehen, ist eine pastorale Kompetenz, die ich „Kairos-Kompetenz“ nenne. Dazu gehört z.B. Teamerinnen und Teamer vor der Konfi-Zeit zu segnen, die Konfis vor der gemeinsamen Abreise zur Konfi-Freizeit zu segnen oder Segen zuzusprechen, wenn vor den Halbjahreszeugnissen die Klassenarbeiten vorhäufen. [13] Segnen wird damit auch zu einem gruppendynamischen Faktor. Die ganze Konfi-Zeit wird dadurch in einen spirituellen Rahmen gesetzt, in dem man von Gott alles Gute erhofft: „Wir als Gruppe sind in dieser Situation verbunden. Jede und jeder von uns ist von Gottes Segen abhängig, unsere positive Dynamik untereinander ist geschenkter Segen Gottes. Dafür dürfen wir dankbar sein.“ Die Konfis werden allerdings nur dann rückblickend ihre Konfi-Zeit als segensreich verstehen, wenn gelungene Beziehungen zwischen Verantwortlichen und Konfis gelebt worden sind. Auch dafür braucht es Gottes Segen wie pastorale „Kairos-Kompetenz“.
  • Neben dem gruppendynamischen Faktor hat Segen in der Konfi-Zeit auch einen seelsorgerlichen. Unter diesem Aspekt wird vor allem die Konfi-Zeit als andauernde Kasualie verstanden, die mit der Konfirmation ihren Abschluss findet. Warum sollte es ausgeschlossen sein, einzelne Konfis auch während der Konfi-Zeit zu segnen, wenn man von ihnen erfährt, was sie belastet und welche schwere Zeit ihnen bevorsteht? Voraussetzungen sind ein Raum des Vertrauens, in dem die Jugendlichen so etwas mitteilen. So erleben die Konfis, dass ihre Pfarrerin oder ihr Pfarrer seelsorgerlich agiert und ihre Anliegen ernstnimmt.

4.3 Lebensweltlich-ethische Dimension:

  • Die Adressaten von Segen sind in unserem Fall die Konfis. Wer die Jugendlichen fragt, warum sie eigentlich gesegnet werden oder gesegnet werden möchten, hat maximalen Lebensweltbezug. Denn dann spricht man mit ihnen über sie selbst als die Gemeinschaft von Gleichaltrigen mit derselben Lebensherausforderung im Jugendalter. Sie sind keine Kinder mehr, aber auch noch keine Erwachsenen. Sie müssen sich ausprobieren und sich vor Dingen hüten. Sie wachsen hinein, ihr Leben zunehmend selbstbestimmt zu gestalten und vermehrt eigene Entscheidungen zu treffen. Spricht das ein Erwachsener ihnen gegenüber an, kann sie das entlasten, weil sie sich wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen. Thematisiert man den Segen, thematisiert man also auch die Lebensphase der Konfis. Man thematisiert sie selbst in ihrer bedürftigen Geschöpflichkeit.
  • „Der Segen ist ein Ritual der Zuwendung, das den Menschen in ihrer Existenz Lebensrecht und Akzeptanz unverbrüchlich zuspricht.“[14] Genau das brauchen die Konfis in ihrer biografischen Situation, in der sie zwischen schulischem Leistungsdruck, familiären Aushandeln ihrer Freiräume und ihrer Suche nach Anerkennung in ihren Peer Groups stecken. Segen lässt sie in diesem Moment heraustreten und gestärkt ihrer Zukunft zuwenden.
  • Das Segnen „ist ein körperbezogenes Ritual“[15]. Im Gesegnet-Werden ist man ganz Empfangender, einem selbst widerfährt ein körperliches Erlebnis.[16] Segen „berührt den Menschen in seiner Bezogenheit auf sich selbst, auf das Gegenüber, auf Gott. In dieser Intensität des Erlebens aber zwingt er nicht zu einem spezifischen Bekenntnis, sondern man kann ihn sich gefallen lassen und ihn auf je eigene Weise – ausgesprochen und unausgesprochen – mit Bedeutung erfüllen.“[17] Dieser passive Moment im Zuspruch der Fülle steht konträr zu sämtlichen Lebenskontexten der Jugendlichen, in denen sie gefordert sind etwas zu leisten und sie sich nach Anerkennung sehnen. Als Gesegnete sind sie ohne etwas leisten oder bieten zu müssen Beschenkte. Und dies wird im Segen nicht kognitiv erklärt, sondern leiblich vollzogen. Die Gestik und Performanz kommunizieren mit. Der ganze Mensch ist angesprochen.
  • Segen öffnet den Blick auf eine verheißungsvolle Zukunft, die durch Gottes Behütet-Sein begleitet ist. Eine Segensfolge ist aber nicht allein eine lobpreisende Antwort, sondern auch „eine ethische Ver-antwort-ung“. [18] Ulrich Heckel verweist hier auf die neutestamentliche Verbindung der Segensthematik mit dem Feindesliebegebot in Lk 6,28 und Röm 12,14. Auch die Zusage Gottes an Abram in Gen 12,2 deutet diesen Zusammenhang an: „Ich will dich segnen […] und du sollst ein Segen sein.“ In Konfis steckt Tatkraft, die zum Segen für andere werden kann. Allein diese zu wecken und in segensreichen Formaten zum Strahlen zu bringen, ist unsere Aufgabe, die wir die Konfi-Arbeit verantworten.[19]

Dieses Heft ist ein Plädoyer, die Konfi-Zeit als Segensraum zu verstehen und den Segen in den Kanon der Konfi-Inhalte zu verankern. Es ist ein Auftakt an Ideen dies praktisch umzusetzen. Eine segensreiche Konfi-Zeit, deren Reichtum an Segen man meist nicht im Vollzug, sondern in der Rückschau erblickt, braucht Ideen , thematischer Reflexion, aber vor allem uns, die wir die Konfi-Zeit verantworten. Wir sind Gesegnete in unserem Amt, und dürfen ein Segen sein für unsere Konfis. Seien Sie gesegnet!

Verwendete Literatur und/oder zur Vertiefung empfohlen:

Greiner, Dorothea: Art. „Segen/Segnung praktisch-theologisch, III. Evangelisch“, in: RGG4 Band 7, Tübingen 2004, Sp. 1130-1131.
Greiner, Dorothea: Segen und Segnen – Eine systematisch-theologische Grundlegung, Stuttgart3 2003.
Heckel, Ulrich: Der Segen im Neuen Testament (WUNT 150), Tübingen 2002.
Leuenberger, Martin (Hg.): Segen (TdT 10/UTB 4429), Tübingen 2015.
Meyer-Blank, Michael: Gottesdienstlehre (NThG), Tübingen 2011.
Wagner-Rau, Ulrike: Segensraum – Kasualpraxis in der modernen Gesellschaft, Stuttgart² 2000.


Fußnoten

[1] Friedrich Schweitzer u.a., Jugendliche nach der Konfirmation. Glaube, Kirche und eigenes Engagement (KEUG Band 8), Gütersloh 2016, S.330.
[2] Wenn das Thema „Segen“ in Publikationen für die praktische Konfi-Arbeit auftaucht, dann stets im Kontext der Konfirmation. Aber nie als Thema für sich, wie z.B. KU Praxis 42 (2001) „Segnen für die Lebensreise – Anregungen und Bausteine zur Konfirmation“
[3] Vgl. Ulrike Wagner-Rau, Segensraum – Kasualpraxis in der modernen Gesellschaft, Stuttgart² 2000.
[4] Vgl. Friedrich Schweitzer u.a., Zukunftsfähige Konfirmandenarbeit. Empirische Erträge – theologische Orientierungen – Perspektiven für die Praxis, Konfirmandenarbeit erforschen (KEUG Band 12), Gütersloh 2018, 155-172.
[5] Vgl. die Bausteine von Elke Theurer-Vogt „Segen inklusiv“, Ekkehard Stier „Rückblick auf ein gesegnetes Leben“ und Maximilian Naujoks „Spuren des Segens im Alltag finden“.
[6] Michael Meyer-Blank, Gottesdienstlehre (Neue Theologische Grundrisse), Tübingen 2011, 517.
[7] Vgl. in diesem Heft: Anna Baltes/Laura Breuninger/Ute Mickel „Segen und Fluch, Bileamsgeschichte“
[8] Vgl. in diesem Heft: Anna Baltes/Dietmar Winter „Segen in Zeitlupe“.
[9] Dorothea Greiner „Art. Segen/Segnen“, in: RGG4 (Bd. 7) Sp. 1130-1131.
[10] Michael Meyer-Blanck, Gottesdienstlehre (Neue Theologische Grundrisse), Tübingen 2011, 519.‘
[11] Dieses Potential ist scheinbar in der Konfi-Arbeit noch nicht erkannt, da z.B. Iris Kessner in ihrem Beitrag „Spiritualität und Gebet“ Segen nicht erwähnt, in: Handbuch Konfi-Arbeit, Ebinger/Böhme/u.a. (Hg.), Gütersloh 2018, 268-276.
[12] Vgl. in diesem Heft: Ralf Brennecke „Prüfungssegen“‘
[13] Vgl. in diesem Heft: Julian Albrecht „Segen als roter Faden im Konfi-Jahr“.
[14] Ulrike Wagner-Rau, Unverbrüchlich angesehen, 187-188.
[15] AaO, 188.
[16] Vgl. in diesem Heft: Anna Baltes/Dietmar Winter „Segen in Zeitlupe“.
[17] Ulrike Wagner-Rau, Unverbrüchlich angesehen, 188.
[18] Ulrich Heckel, Der Segen im Neuen Testament (WUNT 150), Tübingen 2002, 351.
[19] Deshalb war uns ein inklusiver Baustein wichtig (vgl. Elke Theurer-Vogt), in dem auf gegenseitige Unterstützung verwiesen wird. Aber auch: Eckhard Röhm, Aktion „5000 Brote“ und Bernd Wildermuth, Service-Learning.